Deutschland · Unbezahlte Rechnung
Rechnung nicht bezahlt? Mahnen Sie schriftlich und mit klarer Frist
Mahnen Sie nach Fälligkeit, gerät Ihr Kunde spätestens damit in Verzug. Ab dann laufen Verzugszinsen. Von einem Geschäftskunden können Sie außerdem eine Pauschale verlangen. Sie beantworten die Fragen und erhalten die Mahnung auf Deutsch oder Englisch, mit allen Fristen und Daten bereits ausgerechnet.
Die Fragen und die Unterlagen, die zu den Briefen gehören (Checkliste, Zeitleiste, nächste Schritte und Memo), sind auf Englisch. Die Briefe selbst können auf Deutsch oder Englisch verfasst werden.
Andere Sprachen: English
Die Regeln, nach denen sich Ihr Brief richtet
Grundlage sind die unten genannten amtlichen Quellen. Zinssätze ändern sich von Zeit zu Zeit; angegeben ist der aktuelle Stand.
- Zahlungsfrist in der Mahnung
- 14 Tage
- Eine gesetzliche Frist gibt es nicht. Sie können eine längere Frist wählen, höchstens 30 Tage.
- Verzugszinsen zwischen Unternehmen
- 10,52 %
- Gültig bis 31. Dezember 2026. Für Rechnungen über Waren oder Leistungen, wenn kein Verbraucher beteiligt ist. Ab Verzugsbeginn.
- Verzugszinsen, wenn ein Verbraucher beteiligt ist
- 6,52 %
- Gültig bis 31. Dezember 2026. Ab Verzugsbeginn.
- Verzugspauschale
- 40 €
- Nur wenn Ihr Kunde kein Verbraucher ist, und erst ab Verzug. Sie wird auf spätere Kosten der Rechtsverfolgung angerechnet.
- Verzug ohne Mahnung, spätestens
- 30 Tage
- Nach Fälligkeit und Zugang der Rechnung. Bei Verbrauchern nur, wenn die Rechnung besonders auf diese Folge hingewiesen hat.
- Verjährung
- 3 Jahre
- Beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem die Forderung entstanden ist und Sie davon Kenntnis erlangt haben.
- Gericht
- Amtsgericht
- Bis 10.000 €, ohne Anwalt. Bei höheren Beträgen das Landgericht; dort brauchen Sie einen Anwalt.
- Versand
- Einwurf-Einschreiben
- Zusätzlich per E-Mail. Bewahren Sie Einlieferungs- und Auslieferungsbeleg auf.
Was die Mahnung bewirkt
Die Mahnung nennt die Rechnung, den Betrag und ein klares Datum, bis zu dem zu zahlen ist. Mahnen Sie nach Fälligkeit, gerät Ihr Kunde durch die Mahnung in Verzug. War ein Zahlungstermin vereinbart, der nach dem Kalender bestimmt ist oder sich ab der Rechnung berechnen lässt, und ist er verstrichen, ist Ihr Kunde schon ohne Mahnung in Verzug.
Schuldet Ihnen ein Kunde Geld für Waren oder Leistungen, gerät er auch ohne Mahnung spätestens 30 Tage nach Fälligkeit und Zugang der Rechnung in Verzug. Ab Verzugsbeginn laufen die gesetzlichen Verzugszinsen. Zwischen Unternehmen ist der Zinssatz höher.
Wenn Ihr Kunde Verbraucher ist
Ohne Mahnung gerät ein Verbraucher nach dieser Frist nur dann in Verzug, wenn Ihre Rechnung ihn besonders darauf hingewiesen hat. Sonst bringt ihn erst die Mahnung in Verzug, es sei denn, es war ein solcher Zahlungstermin vereinbart.
Gegenüber Verbrauchern gilt der niedrigere Zinssatz. Die Verzugspauschale von 40 € können Sie von einem Verbraucher nicht verlangen.
Wenn Ihr Kunde trotzdem nicht zahlt
Für Geldforderungen gibt es das gerichtliche Mahnverfahren. Den Antrag auf einen Mahnbescheid stellen Sie online. Das Gericht prüft dabei nicht, ob Ihnen die Forderung zusteht. Widerspricht Ihr Kunde dem Mahnbescheid nicht rechtzeitig, erlässt das Gericht auf Ihren weiteren Antrag einen Vollstreckungsbescheid, ohne mündliche Verhandlung. Die Gerichtsgebühr richtet sich nach dem Betrag und ist niedriger als bei einer Klage.
Forderungen bis 10.000 € gehören vor das Amtsgericht. Dort brauchen Sie keinen Anwalt. Für höhere Beträge ist das Landgericht zuständig, und dort besteht Anwaltszwang. Das Memo zum weiteren Vorgehen im Complete-Paket beschreibt diese Wege und überlässt Ihnen die Wahl.
Was im Umschlag steckt
Word- und PDF-Dateien, die Sie vor dem Versand noch ändern können.
- 01
Forderungsschreiben
Der förmliche Brief in der Sprache Ihrer Wahl, mit Ihrem Betrag und Ihren Zahlungsdaten. Die Frist und, wo vorgesehen, Zinsen und Kosten richten sich nach dem Recht des jeweiligen Landes.
- 02
Checkliste für Belege
Was Sie aufbewahren und was Sie beilegen, abgeglichen mit den Dateien, die Sie hochgeladen haben.
- 03
Zeitleiste
Ihr Fall Datum für Datum, auch mit den Terminen, die noch bevorstehen.
- 04
Nächste Schritte
Wie Sie den Brief so versenden, dass Sie den Zugang beweisen können, und was Sie je nach Antwort tun.
- 05
Letzte MahnungComplete
Ein kürzerer zweiter Brief mit einer letzten Frist, für den Fall, dass die erste Frist ungenutzt verstreicht.
- 06
Memo zum weiteren VorgehenComplete
Gericht, Inkassounternehmen und Anwalt: was jeder dieser Wege mit sich bringt. Das Memo beschreibt die Möglichkeiten und überlässt Ihnen die Wahl.
So läuft es ab
Heute
Sie beantworten die Fragen. Das dauert etwa zehn Minuten, und Ihre Antworten werden laufend gespeichert.
Heute
Sie prüfen die Zusammenfassung und bezahlen. Wenige Minuten später sind Ihre Unterlagen fertig, als Word und PDF.
Wenn Sie so weit sind
Sie unterschreiben den Brief und schicken ihn selbst ab. Er geht in Ihrem eigenen Namen hinaus.
Häufige Fragen
Kann ich die Pauschale von 40 € verlangen?
Nur wenn Ihr Kunde kein Verbraucher ist, und erst ab Verzug. Ist er noch nicht in Verzug, kündigt die Mahnung an, dass auch die Pauschale verlangt wird, falls er bis zum Fristende nicht zahlt. Die Pauschale wird auf spätere Kosten der Rechtsverfolgung angerechnet, etwa für einen Anwalt.
Muss ich mahnen, bevor ich klage?
Vorgeschrieben ist es nicht. Hat Ihr Kunde aber keinen Anlass zur Klage gegeben und erkennt er die Forderung sofort an, tragen Sie die Kosten des Verfahrens. Außerdem bringt oft erst die Mahnung den Kunden in Verzug.
Warum Einwurf-Einschreiben und nicht Einschreiben mit Rückschein?
Ein Einschreiben, das persönlich übergeben werden muss, gilt in der Regel nicht als zugegangen, wenn der Empfänger es nicht abholt. Der Benachrichtigungsschein ersetzt den Zugang nicht. Das Einwurf-Einschreiben wird in den Briefkasten eingeworfen. Einlieferungs- und Auslieferungsbeleg sprechen dann zunächst dafür, dass es angekommen ist.
Kann ich die Mahnung auf Englisch bekommen?
Ja. Voreingestellt ist Deutsch, Sie können aber auch Englisch wählen.
Was kostet das?
49 € für das Standard-Paket und 79 € für das Complete-Paket, jeweils inklusive MwSt. Sie zahlen nur einmal.
P.S.
Ihre Unterlagen werden von einem KI-System geschrieben und automatisch anhand Ihrer Antworten und der geltenden Regeln geprüft. Kein Anwalt prüft sie. Es sind Entwürfe und allgemeine Informationen, keine Rechtsberatung. Ihre Antworten werden 30 Tage nach der Lieferung gelöscht, auf Wunsch auch früher.
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